Franz Christoph Schiermeyer

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MACH DIR KEINEN KOPF

 

380 Aphorismen, Paperback,
88 Seiten, ISBN 9783752887655; 8,80 €
(Erstveröffentlichung 2000 unter dem Titel “Aphorismen"
im Selignow Verlagsservice, Berlin)

Hier erhältlich

Auch im Aphorismen-Sammelband enthalten

 


 

INHALT

 

Denk nach! - Wem?

*

Bei uns wird niemand verfolgt.
Nicht einmal ein Gedanke.

*

Ein Engel kommt inkognito.
Ein Pfarrer im Talar.

*

Für Alles entschuldigt man sich
leichter als für Einzelnes.

*

Ein geübter Satiriker kann
aus dem Stand heraus verzweifeln.

*

Sammle dich! Lass dir
deine Zweifel nicht zerstreuen.

*

Auf jeden Leim krieche ich drei, vier Mal.
Keiner ist klebrig genug.

*

Ein Schriftsteller glaubt sich nichts.
Er braucht alles Schwarz auf Weiß.

*

Die Würde des Menschen ist unantastbar,
verteidigen sich die Henker.

*

Der Gedanke, dass er zu einer Maschine
geworden sein könnte, kam ihm automatisch.

*

Einen Diktator kann man stürzen.
Aber nicht loswerden.

*

Ohne Gewissen kein Bewusstsein.

*

Von den Geheimdiensten weiß man
nicht einmal, wem sie dienen.

*

Es gibt Berufe, für deren Ergreifung
völlig zu Recht hohe Belohnungen ausgesetzt sind.

*

Leuten, die Zukunft haben wollen,
kann man nur empfehlen, Prophet zu werden.

*

Der Philosoph fühlt sich
nach einem guten Gedanken erleichtert.
Der Theologe erleuchtet.

*

Wenn der Teufel den lieben Gott ärgern will,
liest er in der Bibel.

*

Satiriker schießen mit Pfeilen,
um keine Worthülsen zu hinterlassen.

*

Jedes Gedankengebäude hat seinen Makler.
Und seine Nebenkosten.

*

Spendenaufruf. Wenn die Kirchen jährlich
auf nur einen Glaubenssatz verzichten würden,
käme für alle Heiden genug zusammen.

*

Der General schläft gut
in der Nacht. Er träumt vom Krieg.

*

Feinde erkennen einander an der Nase.
Freunde auch am Rotz.

*

Wenn man bedenkt, wie viele Hüter der Moral
es gibt, wundert man sich, dass überhaupt
noch jemand zu ihr durchdringt.

*

Wer in größeren Zusammenhängen denkt,
darf Umwege nicht scheuen.

*

Warnung. Wenn am Ende eines langen
Gedankenganges ein Licht aufscheint,
können das auch die Suchmannschaften sein.

*

Letzte Instanzen kämpfen
mit den meisten Vorurteilen.

*

Diktatoren drücken sich selten gewählt aus.

*

Der Gläubige weiß, wann die Glocken läuten.
Der Ortskundige, wo sie hängen.

*

Ein Moralist hat keine Moral.
Er verkörpert sie nur.

*

Das Gute erkennt sich auch im Bösen.
Das Böse selbst da nicht.

*

Fernsehen.
Der Sieg des Sehens über die Vision.

*

Der Mantel der Geschichte.
Die Summe aller Uniformen.

*

Selbst kleine Leidenschaften
kann man nicht sättigen. Nur nähren.

*

Letzte Woche hat ein Volksvertreter
an meine Tür geklopft.
Ich habe aber keins gekauft.

*

In der Mode kommt es leicht zum Äußersten.



Am Anfang war das Wort.
Am Ende die Information.

*

Ein Kopf muss sich nicht behaupten.

*

Der Eitle ließe sich sofort vom Blitz erschlagen,
könntendie anderen den Donner hören.

*

Wer unbedingt glauben will,
den bekehrt auch der Teufel.

*

Er hat eine gehobene Laufbahn eingeschlagen.
In der Hoffnung, einen Teil der Strecke
getragen zu werden.

*

Mancher Gläubige ist eitel genug,
sich täglich im Beichtspiegel zu betrachten.

*

Er musste sein Gewissen einschläfern lassen.
Es hatte zu oft andere gebissen.

*

Man sollte nur Leute zur Rede stellen,
die auch eine halten können.

*

Wenn der Berg zum Propheten kommt,
dann sicherlich nur,
weil der ihn mal wieder versetzt hat.

*

Keine Tür ist so offen, dass er sie
ohne Schlüsselerlebnis durchschritte.

*

Das Problem des Reisens scheint zu sein,
dass man nicht dahin kommt, wo man ist.

*

Im Frühling begeistern die ersten Blumen.
Im Herbst die letzten.

*

In Gefahr begeben wir uns auch ohne Grund.
Aus ihr heraus nur mit vielen Entschuldigungen.

*

Nur ein Strohfeuer!
sagte der fröhliche Landmann,
als seine Scheune brannte.

*

Leg deinem Kind nichts in die Wiege.
Es liegt sich darauf wund.

*

Lieblingsautoren sterben unterm Kopfkissen.

*

Gib nicht allzu viel auf die Treue eines Menschen,
der sie sich von dir halten lassen muss.

*

Folgt man den Augen dessen,
der nur diagonal liest, sieht man,
wie sie Seite um Seite durchstreichen.

*

In einer Ehe, in der er das Sagen hat,
hat sie gewöhnlich das Hörensagen.

*

Mit wem man nicht über das Wetter reden kann,
mit dem ist auchüber anderes nicht zu sprechen.

*

Er spielt so lange mit einem Gedanken,
bis er ihn ins Aus formuliert hat.

*

Talkmaster.
Dealer in Sachen Gesprächs-Stoff.

*

Für Schmeicheleien
sind wir nicht empfänglich.
Bis der Schmeichler unseren Ton trifft.

*

Das Bild, das man sich von einem anderen macht,
ist selten falsch. Aber oft nicht gelungen.

*

Was macht man mit Vorurteilen,
die sich einem bestätigen,
ohne dass man sie gehabt hätte?

*

Es gibt Leute, die bringen für ihre Sache
jedes Opfer. Zur Schlachtbank.

*

Die es gut mit uns meinen -
ob sie auch gut von uns denken?

*

Der Unterhalter will die Lacher
auf seiner Seite haben.
Der Satiriker auf der anderen.

*

Unter den Umständen, denen wir nicht
zum Opfer fallen wollen, werden wir zu Tätern.

*

Merke auf, wenn du gepriesen wirst.
Man nennt deinen Preis.

*

Schließt die Theater! Niemand
lässt sich mehr etwas vormachen.

*

Er ist ganz ergriffen...
Von seinen Maßnahmen.



Wenn Frau M. einen Konflikt austrägt,
darf man immer auf eine Mehrlingsgeburt hoffen.

*

Stört an Diogenes der Argwohn, er könne
jeden Tag ein neues Fass aufgemacht haben?

*

Früher hätte man nicht in Kalau wohnen mögen.
Heute könnte man es nicht mehr bezahlen.

*

Merze deine Fehler nicht aus,
bevor du von ihnen gelernt hast.

*

Viel eher als einer gespaltenen Persönlichkeit
begegnen wir einer parallelbewussten.

*

Beachte: Die das Rennen machen,
laufen selber nicht mit.

*

Seit ihm die Erde keine Scheibe mehr ist,
scheint es dem Menschen nur noch darum zu tun
zu sein, aus der Kugel eine Kiste zu machen.

*

Alle großen Lügen haben einmal
als letzte Wahrheiten angefangen.

*

Könnte es nicht sein, dass die Erde nur dazu dient,
dem Mond um die Sonne zu helfen?

*

Die kleinsten Götter
erwarten die größten Opfer.

*

Die meisten Jugendsünden
sind mit Altersstarrsinnausreichend erklärt.

*

Die einem Himmel und Hölle ausmalen,
haben selten das Talent eines Michelangelos.

*

Ein lautes Kind macht seine Eltern nervös.
Ein stilles unruhig.

*

Es gibt Indianer, die begraben ihr Kriegsbeil.
Immer an derselben Stelle.

*

Das Leben sei kurz?
Die Zeit vor meiner Geburt erschien mir kürzer.

*

Geheimnisse muss man lüften.
Bevor sie anfangen zu riechen.

*

Der Gott, der jedes Haar auf meinem Haupte kennt,
hat täglich weniger zu zählen.

*

Sie können sich nicht versöhnen.
Sie haben sich schon verbrüdert.

*

Als er über den Berg war,
ging´s mit ihm bergab.

*

Mancher, der sein Auto liebt,
hält sich nebenbei ein Fahrrad.

*

Seien wir doch mal ehrlich,
verraten sich die Lügner.

*

Niemand hat weniger zu lachen als der,
der den anderen komisch vorkommt.

*

Aphoristiker: Apropositivisten.

*

Ein "geistiger Mensch" steht über den Dingen.
Er verrät nur nicht, über welchen.

*

Von höherer Warte aus
übersieht man besonders leicht.

*

Perfekt zwischen den Zeilen
lesen nur die Analphabeten.

*

Wer zu leben versteht,
versteht nicht unbedingt etwas vom Leben.

*

Aphoristiker fassen sich kurz.
An den Kopf oder an die eigene Nase.

*

Offene Rechnungen
haben keine Unbekannten.

*

Sei ein Mensch, werde ein Auto.

*

Seit unsere Daten geschützt sind,
haben sie sich wieder erfreulich vermehrt.

*

Den geborenen Mitläufer
findet man bald an der Spitze des Feldes.

*

Der Auto-Psychologe rät:
Lassen Sie ein Auto nie wissen,
dass es nur Ihr Zweitwagen ist.

*

Bei uns kann jeder Millionär werden.
Vorausgesetzt, Millionen verzichten darauf.

*

Keine Angst vor Wortwechseln!
Bei manchen macht man
gar keinen schlechten Tausch.

*

Er ist seiner Zeit voraus.
Wetten, dass sie ihn einholen wird!?

*

Zu seiner Verteidigung hatte er nur eins
vorzubringen: den besten Anwalt.

*

Die Reichen lieben es,
sich Armutszeugnisse auszustellen.

*

Die Freude an den kleinen Dingen
wächst mit der Furchtlosigkeit vor den großen.

*

Als die Wahrheit zu siegen drohte,
lief er zu ihr über.

*

Im Namen Gottes spricht nur,
wer ihn für unmündig hält.

*

Erwarte keine Gerechtigkeit,
wo Gerechtigkeit nur geübt wird.

*

In einer reichen Gesellschaft kann jeder kaufen,
was ihm gerade fehlt. In einer Überflussgesellschaft,
was er gerade nicht wiederfindet.

*

Unter einem Berg von Material
verbirgt sich selten ein Gedanke.

*

Kleine Kinder nimmt man an die Hand.
Große beim Wort.

*

Ein ernstes Gespräch endet im Scherz.
Ein überflüssiges stirbt an seinen Witzen.

*

Kaum jemand will die Wahrheit hören.
Aber alle wollen sie gerne aussprechen.

*

Es sind Fälle bekannt, in denen Autos
Selbstmord begingen, nur,
weil sie sichständig zurückgesetzt fühlten.

*

Biete zwei Johannes Paul
für einen Jean Paul.

*

Dem, der sich alles zutraut,
traue alles zu.

*

Kritisiere niemanden,
der dich dazu ermuntert.

*

In einer Überflussgesellschaft ist alles erlaubt.
Nur nicht, sie für überflüssig zu halten.

*

Weniges irritiert mich mehr,
als schon Drei-, ja Zweijährige als völlig
unsympathisch empfinden zu können.

*

Die den Leuten aufs Maul schauen, wollen ihnen
gewöhnlich nur nach dem Munde reden.

*

Am erbittertsten werden die Kämpfe
der Vergangenheit ausgetragen.

*

Wunder. Die Werbeblöcke der Bibel.

*

Ins Gesicht gesagte Wahrheiten
gelangen selten bis zu den Ohren.

*

Mancher schreibt auf eine Art und Weise, dass,
wenn man auch nur ein einziges Komma überliest,
das ganze Buch wohl unverstanden bleibt.

*

Er beobachtet sich selbst auf Schritt und Tritt.
Kein Wunder, dass er sich ständig verfolgt fühlt.

*

Am sichersten wissen wir das,
was wir gar nicht wissen wollen.

*

Stumpfe Waffen sind die fürchterlichsten.

*

Aphoristiker misstrauen den literarischen
Schlachthöfen.Sie zerlegen ihre Bücher
lieber selber in gebrauchsfertige Zitate.

*

Hände, die einem gebunden sind,
kann man unmöglich waschen.
Auch nicht in Unschuld.

*

Mancher begreift die Erziehung
seiner Kinder als schlichtes Hand-Werk.

*

Bei genauer Betrachtung
verengt sich der Blickwinkel.

*

Mit einem Hund sterben auch seine Flöhe.

*

In der Klinik. Er kam sich vor
wie ein Untersuchungshäftling, dem
der Heilungsprozess gemacht werden sollte.

*

Wäre die Gesprächskultur auf der Höhe
der Tischsitten, würde niemand mehr in aller
Öffentlichkeit nach dem letzten Wort verlangen.

*

Das Leben bietet alles.
Solange man es nicht zu überbieten sucht.

*

Künstler enden als Zierrat.
Philosophen als Zitat.

*

Gedanken lesen?
Nur eine Frage geeigneter Lektüre.

*

Fünf Sinne sind den meisten Menschen vier zu viel.
Sie brauchen nur einen Sinn des Lebens.

*

Manchem Kritiker gelingt das Unmögliche.
Keinen Satz stehen zu lassen, in dem nicht
jedes Wort sitzt.

*

Mit Erziehung versuchen Eltern auszugleichen,
was sie ihren Kindern vererbt haben.

*

Kritische Masse.
Leider nur ein Begriff der Physik.

*

Die Wahrheit hat viele Kinder.
Aber keine Eltern.

*

Wie praktisch: Der Punkt, auf den wir
eine Sache bringen, deckt sich immer
mit unserem Standpunkt.

*

Mancher schwimmt gegen den Strom.
Und lässt sich doch nur treiben.

*

Gegen ein ewiges Leben spricht die Aussage
der meisten Menschen, dass sie alles wieder
genau somachen würden. Unendlich oft.

*

Meinungen kleiden.
Gedanken entblößen.

*

Schlechte Laune
verdirbt die beste Erziehung.

*

Wahre Büßer machen sich zu Narren.
Falsche zu Propheten.

*

Seine vier Wände sind ringsherum mit Büchern
zugestellt. Und alle zeigen ihm den Rücken.

*

Niedriger hängen! lautet die Devise.
Wenn der Galgen zu hoch ist.

*

Das Zitat ist der große Bruder
des kleinen Gedankens.

*

Ein Aphorismus ist das, was ein Gedanke
von einem anderen Gedanken übrig lässt.

*

Predige nicht dem,
der die Glocken läuten lassen kann.

*

Die Dummheit spricht
immer mit eigener Stimme.
Die Weisheit leiht sie auch vom Esel.

*

Zieh nicht die Summe aus einem Leben,
ohne die Gegenprobe zu machen.

*

Wem die Mitte fehlt,
der geht an seine Grenzen.

*

Talkshow. Kein Thema ist so heiß,
wie es gegessen wird.

*

Wo blinder Gehorsam herrscht,
gibt es Brillen umsonst.

*

Treuherzigkeit. Die Fähigkeit,
der Wahrheit ins Gesicht zu sehen,
ohne ihr in die Augen zu schauen.

*

Geht einem Hohlkopf ein Licht auf,
leuchtet er von innen.

*

Was für ein Zeichen könnte mancher setzen,
würde er nur mal einen Punkt machen.

*

Autoren bedienen sich aus ihren Schubladen.
Aphoristiker aus ihrem Papierkorb.

*

In welche Höhen der Adler steigt!
Um sich auf eine Maus zu stürzen.

*

Mancher trägt sein Leben lang einen Maulkorb.
Und hat am Ende nichts darin gesammelt.

*

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
Wenn es sich um Fallobst handelt.

*

Moderatoren argumentieren stets
auf höchstem Nivelleau.

*

Streichle den Wolf,
und er reißt dir ein Lamm.

*

Aus jedem Anhänger einer Idee
wird über kurz oder lang
das Anhängsel einer Ideologie.

*

Achte auf den Schleifstein,
wenn jemand sein Messer wetzt. Die meisten Mörder
bevorzugen stumpfe Gegenstände.

*

Es gibt Sprechautomaten,
die sagen nichts als die Wahrheit.

*

Auch wenn du nur zu bedenken geben kannst -
gib immer gern und reichlich.

*

Eins musst du noch lernen,
säuselt der rettende Strohhalm. Loslassen können!

*

Zuverlässig zur Quelle
führen einen nur die Wasserträger.

*

An die Auferstehung scheint man
am besten kniend glauben zu können.

*

Sie haben einander den Krieg erklärt.
Aber keiner von beiden scheint
die Erklärung des anderen verstanden zu haben.

*

Stunde der Wahrheit. Nicht vor 22 Uhr.

*

Modern outcast. From outing to casting.

*

Ihr Verhältnis zueinander
entspricht dem Kürzel x : y.

*

Psychomarkt. Die Umwandlung
fremder Projektionen in eigene Projekte.

*

Sie hatten sich in ein Gespräch vertieft,
aus dem sie nur mit Mühe geborgen werden konnten.

*

Menschen, die über alles jammern,
verzweifeln an gar nichts.

*

Glänzendes Parkett: Holzweg de luxe.

*

Ruf nicht zum Zeugen an,
auf wen du als Richter hoffst.

*

Es gibt Menschen, die können sich so gut
in einen hineinversetzen,dass man sie regelrecht
ausschwitzen muss.

*

Ihre Ehe endete mit der Erkenntnis,
dass sie über ihr Verhältnis gelebt hatten.

*

Mörder marschieren. Krieger tanzen.

*

Ein kardinaler Fehler.
Zum neuen Papst erhoben.

*

Geld heiratet Geld aus keinem anderen Grund
als dem der Gütertrennung.

*

In einem brüllenden Löwen erkennt der Löwe
die Gefahr. Die Maus den Artgenossen.

*

Ein recht mäßiges Verfahren,mokierte sich
der Staatsanwalt nach dem Freispruch.

*

Kleine Geister sind gewöhnlich
mit vielen großen verwandt.

*

Manchmal sind wir auf dem falschen Dampfer.
Und doch auf dem richtigen Fluss.

*

Sie haben vereinbart, dass, wenn Besuch angesagt ist,
sie in der Wohnung aufräumtund er in seinem Kopf.

*

Er ist schon mehrfach wegen Bestechung vorbestraft,
wird aber immer wieder rückgefällig.

*

Früher trat der Tod mit der Sense auf.
Heute kommt er sensibler daher.

*

Agnostiker glauben auf eigene Rechnung.

*

Fundamentalismus.
Die Kellerdecke als Himmelszelt.

*

Ob der vierblättrige dem gemeinen Klee
Glück bringt? Die Sense müsste es wissen.

*

Wer einem Lehrer kritisch ins Haus schaut,
war noch nicht beim Pfarrer zu Gast.

*

Den neuen Museen fehlt am Eingang
nur das Weihwasserbecken.

*

Im Alter hat nur das Bestand,
was vor dem Kind, das man war, bestanden hätte.

*

Die Gedanken sind frei.
Aber man kann sie jederzeit wieder einsperren.

*

Ein Paar, das alles voneinander weiß,
ist in der Regel geschieden.

*

Urteilsbegründungen sollten handschriftlich
ausgefertigt werden. Damit man hinterher
einen Graphologen als unabhängigen
Sachverständigen beiziehen kann.

*

Manchem hat man nur sein Wort gegeben -
und bekommt einen Wortschwall von ihm zurück.

*

Bischöfe bekleiden ein Hochamt.

*

Vor dem Schönreden ist das Schöndenken.

*

Fragen, die sich stellen,
muss man nur noch festnehmen.

*

Besonders ärgerlich sind schlechte Bücher
mit korrekter Grammatik und Rechtschreibung.

*

Auch wer öffentlich beichtet,
bricht das Beichtgeheimnis.

*

Wer schreit, hat Unrecht
(alte Folterer-Weisheit).

*

Der erste Eindruck täuscht selten.
Den zweiten.

*

Er bekannte seine Schuld als übergroß.
Quasi als Un-Schuld.

*

Vor ihrer Ehe hatten sie alle möglichen Probleme.
Jetzt haben sie nur noch Eheprobleme.

*

Ich lasse mich gern von einem Buch
gefangennehmen, bleibt am Ende der Ausgang offen.

*

Volltreffer! Er hat sich
in sich selbst versenkt.

*

Der blaue Planet mit den blauen Flecken.

*

Sie können einander
nicht das Taufwasser reichen.

*

Den Streit zwischen Ei und Henne
sollte man den Küken überlassen.

*

Die Verlässlichkeit heute ist eine allgemeine.
Jeder verlässt jeden.

*

Was sind schon zwei Brüste!
mokiert sich die Theologie.
Gegen zwei Seelen in einer?

*

Manchem gerät sein Glaube
zu einer besonderen Form der Undankbarkeit.

*

Auge um Auge, Zahn um Zahn,
Umwelt um Umwelt.

*

In einer Umgebung,
um die niemand mehr etwas gibt.

*

Manchmal begegnen uns Tränen,
von denen wir glaubten,
wir hätten sie längst aus den Augen verloren.

*

Die Krone der Schöpfung.
Auf wessen Haupt?

*

Satiriker. Spitzen-Leute.

*

Definitiver Alptraum.
In einem Himmel selig sein zu sollen -
in Kenntnis einer Hölle.

*

Souverän erscheint einzig der Kompass.
Er zeigt auch die Richtungen, in die er nicht weist.

*

Jeder hat das Zeug zum Komiker.
Wenn er nur ernsthaft wiederholt,
wobei er sich gedankenlos ertappt hat.

*

Es gibt schon noch Bretter vor den Köpfen.
Aber keine mehr aus Tropenholz.

*

Unter den Betroffenen
herrschen die Empörtkömmlinge.

*

Auf dem Psychomarkt herrscht
ein harter Verdrängungs-Wettbewerb.

*

Er hat kürzlich einen kleinen Kredit
aufgenommen. Er will demnächst einen Witz
auf eigene Kosten machen.

*

Zur Umkehr fehlt manchem
nur die Einsicht. In seine Akte.

*

Seit ich mich selbst verwirklicht habe,
bin ich völlig fertig.

*

Aphoristiker.
Zwischenrufer in der Wüste.

*

Jede Wolke kann die Sonne verbergen.
Aber keine ihr Licht.

*

Die den Hass nicht zulassen,
sind gewöhnlich Meister der Verachtung.

*

Der Unterhalter macht Witze, worüber er lachen,
der Satiriker, worüber er weinen muss.

*

Der Weg ist das Ziel, behaupten die,
die ihren verloren haben.

*

Auch Selbstgespräche
sollten höflich geführt werden.

*

Gedanken, die einem tagsüber ausgehen,
kehren abends mit etwas Farbe zurück.

*

Wenn Eltern und Kinder von einem Tisch aufstehen,
sind beide satt von Ermahnungen.

*

Am meisten beschäftigen uns die,
mit denen wir fertig sind.

*

Den Schatten, der auf einem liegt,
wirft man nicht selber.

*

An der frischen Luft
verliert sich jeder Stallgeruch.

*

Die Französische Revolution.
Ein anerkanntes Fallbei(l)spiel.

*

Die Aufforderung sich zu ändern, befolgen stets die,
von denen man wünschte, sie täten das nicht.

*

Er begreift sein Leben als ein Geschenk,
hat es aber noch nicht ausgepackt.

*

Wer in einer Menge badet,
macht viele andere schmutzig.

*

Bettgenosse.
Einer, der immer daneben liegt.

*

Auch der höchste Baum
wirft seine Früchte auf die Erde.
Und nicht in den Himmel.

*

Je leichter der Abschied,
desto wortreicher.

*

Wer das Sagen hat,
braucht für den Spott nicht zu sorgen.

*

Auschwitz wird nie vergessen werden:
Alle Nazis werden es auf ewig leugnen.
Oder sich für immer dazu bekennen.

*

An einem falschen Ort
kann man nichts Richtiges sagen.

*

Aus Schaden wird man klug,
sagt der Dumme. Und richtet ihn an.

*

Ein kleineres Übel, das rasch genug wächst,
ist bald ein größeres.

*

Henker sind privat ganz anders.

*

Wenn Traditionen daniederliegen,
müssen sie gepflegt werden.

*

Nur Weniges,
und aus Achtung wird Ächtung.

*

Der Wahrheit wird gerne die Ehre gegeben.
Aber ungern die Macht.

*

Er fühlte so pazifistisch, dass er es sogar ablehnte,
eine Fremdsprache zu beherrschen.

*

Man kann viel aus der Geschichte lernen.
Aber offenkundig nicht alles behalten.

*

Man gewinnt nichts,
wenn der andere alles verliert.

*

Der Baum fällt in die Richtung,
in die er neigt.

*

Wenn Gedanken im Kreis gehen,
kommt es auf den Radius an.

*

Jede neue Generation tut gerade so,
als habe sie die Erde rund getreten.

*

Ein Edelstein ist nicht weniger wert,
wenn er seine Fassung verliert.

*

Festversammlungen sind konspirative Treffen
unter Einschluss der Öffentlichkeit.

*

Am heftigsten bejammert wird das,
dessen man sich nicht zur rechten Zeit erfreut hat.

*

Er führt jeden Gedanken aus.
An der Leine seiner Überzeugung.

*

Besser eine Religion mit vielen Göttern
als viele Religionen mit einem.
Im ersten Fall bekämpfen sich die Götter im Himmel.
Im zweitendie Menschen auf Erden.

*

Kaum spricht man eine Wahrheit aus,
und schon ist sie weg.



Es mag Menschen geben, die ihr Leben
als Dasein empfinden. Mir erscheint meines
von klein auf eher als Dortsein.

*

Meine abgelegten Hosen,
Hemden, Bekenntnisse…

*


Unausgegorenes
berauscht am schnellsten.

*

Nichts zähmt besser als Füttern.

*

Rechne auch mit denen,
auf die du nicht zählen kannst.

*

Die Sterne sind die Friedhöfe der Menschheit:
Auf jedem ruhen Milliarden von Blicken.

*

Satiriker! Auch aus Brennesseln
wird Suppe gemacht.

*

Messen heißt genau relativieren.

*

Ein Übel, dem wir nur beikommen wollten -
wie schnell haben wir ihm beigewohnt.

*

Was er sagt, entspricht der Wahrheit.
Unklar ist nur, in welchem Maßstab.

*

Die seltsame - und auch ergreifende - Vorstellung,
dass man nach dem irdischen Leben
noch Kraft für ein ewiges hätte.

*

"Kleine Weisheiten" sind immer niedlich.
Aber selten schon stubenrein.

*

Dichter schreiben ins Reine.
Aphoristiker ins Unreine.

*

Liebe Gewohnheiten
sind selten willkommen.

*

Die Kehrseite einer Medaille ist jene,
auf die man nicht gesetzt hat.

*

Es gibt keine kompletten Idioten.
Zwei, drei Albernheiten fehlen jedem.

*

Ein reiner Mensch macht mehr Wäsche schmutzig,
als ein reinlicher waschen kann.

*

Er hat etwas auf seine Fahne geschrieben.
Was man am besten wird lesen können,
wenn er sie wieder vom Mast holt.

*

Mach dir nichts vor: Ein Vogel, der dir zufliegt,
sucht nur seinen alten Käfig.

*

Die sich alles versagen,
versprechen sich von allem zu viel.

*

Schlagfertigkeit.
Unkontrollierter Reflex des Denkvermögens.

*

Er lässt sich gehen.
Und er weiß auch schon genau, wohin.

*

Kriege: Fußnoten der Geschichte.
In Stiefeln.

*

Viele Gedanken kreisen.
Aber nur wenige landen.

*

In der Erziehung und in der Kunst beginnt man
als Meister. Und endet als Lehrling.

*

Er glaubt an Gott. Aber nur
in Übereinstimmung mit seiner Religion.

*

So selbstlos kann niemand sein, dass ihm
der Böswillige nicht ein übles Motiv unterstellte.


*

Auch Vögel hinterlassen Fußspuren.


*

Geh mit der Zeit - lass alle Hoffnung fahren.

*

Mancher lacht über sich selbst
ohne jeden Grund.

*

Die Aufforderung, Kirche und Glauben
auseinanderzuhalten, kommt immer aus der Kirche.
Nie aus dem Glauben.

*

Wenn es uns gleichgültig wird,
was die Leute von uns halten,
wollen wir schlecht von ihnen denken dürfen.

*

Prinzipien suchen sich
ihre Reiter selber.

*

Der Krieg ist der Helden Tod.

*

Nichts belastet den Geldbeutel weniger,
als Applaus zu spenden.

*

Die Quelle des banalen Unglücks
entspringt dem Unvermögen, zwischen
Wunsch und Hoffnung unterscheiden zu können.

*

Je öfter man niederkniet,
desto gelenkiger werden die Glieder.

*

Man kann einen Gedanken so oder so formulieren.
Aber nicht anders denken.

*

Der kategorische Imperativ
kam gleich als Imperfekt zur Welt.

*

Er würde niemals billigen Fusel trinken.
Aber billiges Gefasel schmeckt ihm.

*

Gibt es etwas, das trauriger anzusehen wäre
als ein Akrobat, der versucht, sein Leben
vom Kopf auf die Füße zu stellen?

*

Hat man die Kirche in dem einen Dorf gelassen,
sieht man im Nachbardorf schon die nächste.

*

Gedenkminute.
Sechzig verpasste Schrecksekunden.

*

Rennfahrer. Letal immer gut drauf.

*

Im Kaufhaus kauft er, was ihm fehlt.
Und in seiner Kirche, worin er fehlt.

*

Sie faltet ihre Hände nicht anders
als ihre Servietten. Zu kleinen, überraschenden
und ganz und gar belanglosen Kunstwerken.

*

Er fühlt sich wunderbar getragen.
Am liebsten über seine Hemmschwellen.

*

Man muss einen Gegenstand
von allen Seiten betrachten, will man
alle möglichen Ansichten von ihm haben.

*

Nichts ist Eltern tröstlicher
als das Geschrei fremder Kinder.

*

Sollte ich dereinst auferstehen müssen,
dann bestimmt mit dem linken Fuß zuerst.

*

Was könnte man über den Menschen Gutes sagen,
das einem nicht sofort zum eigenen Nachteil gereichte?

*

Er erhebt sich niemals über seine Mitmenschen.
Er kriecht lieber unter ihnen hindurch.

*

Renaissance.
Altmodisches Wort für Recycling.

*

Kleine Litanei. Etcetera in excelsis deo.

*

Was wir durchschauen, verliert alle Bedeutung
für uns. Oder gewinnt sie endlich.

*

Die Psychologie kann man nur
mit einer gewissen Therapietätlosigkeit betrachten.

*

Versuchungen sind Prüfungen,
von denen man hinterher nicht erfährt,
ob man sie bestanden hat.

*

Über dem Erlittenen wächst Gras.
Über der Geschichte Rasen.

*

Nicht jeder Baum, an dem eine Sau
sich reibt, ist eine Eiche.

*

Zwei grundverschiedene Tugenden zeugen
eine dritte. Zwei vergleichbare ein Laster.

*

Ein Regenschirm schützt vor Regen.
Wovor schützt ein Bildschirm?

*

Nichts vermissen wir mehr als das,
dessen wir zwar nicht bedürfen,
das uns aber eigentlich zustünde.

*

Ein lieber Gott, dem schon mal
die Hand ausrutscht.

*

Die alles beobachten, sehen selten etwas.

*

In vino veritas. Glas oder Flasche?

*

Je länger es währt,
desto kürzer erscheint einem das Leben.

*

Die Buddhisten und Hindus beispielsweise falten
ihre Hände vor dem Kopf statt vor dem Bauch.

*

An jeder Universität gibt es
mehr kluge Studenten als kluge Professoren.

*

Vor Aberglauben schützt kein Heiliger.

*

Gesellig bedeutet selten gemütlich.

*

Wo die Einsamkeit gepredigt wird,
fühlt man sich sofort sehr allein.

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Wenn man als Erwachsener
vor der Wand steht, gegen die man als Kind
gepinkelt hat, drückt einen sofort die Blase.

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Einem Gedanken darf man ruhig ansehen,
dass man ihn sich selber gemacht hat.

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Auf der Höhe der Zeit.
In ihren Niederungen.

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Die Sterne lügen nicht, sagen die Karten.

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Gedanken gehen in alle Richtungen.
Meinungen in die einmal eingeschlagene.

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Die Vorstellung eines Himmels ist die
sehr irdische Vorfreude darauf, irgendwann einmal
auf ewig recht gehabt zu haben.

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Moden kann man nicht verpassen.
Sie kehren alle wieder.

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Der Dumme weiß nicht nur alles,
er sagt es auch.

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Aphoristiker fassen sich kurz, weil sie wissen,
wie umständlich sie erzählen würden.

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Öffentlicher Personen-Nahverkehr.
Aussitzen oder Durchstehen.

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Am sichersten fühle ich mich davor,
wovor ich mich nicht schützen kann.

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Im Glauben findet der Gläubige Trost.
Dafür, dass er glaubt.

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Ein Wirt darf seinen Gast nicht verachten.

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Wer ein Haar spaltet, hat zwei zum Kämmen.

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Um eine gotische Kirche
einen romanischen Bogen machen...

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Wo zwei oder drei in einem Namen versammelt sind,
ist sein Träger bestimmt gerade nicht anwesend.

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Kaum etwas berührt unangenehmer
als die Bekenntnisse von Leuten,
die nichts verbrochen haben.

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Bezeichnend, dass Todesurteile
nicht ausgesprochen, sondern verhängt werden.

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Der Tod begrüßt jeden
als gescheiterte Existenz.

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Schauen zwei in denselben Himmel,
betrachten sie kaum denselben Stern.

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Wird uns Vertrauen entgegengebracht, fühlen wir uns geehrt.
Werden wir ins Vertrauen gezogen, missbraucht.

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Mancher kehrt mit Eifer
vor seiner eigenen Tür... um.

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Das größte Geschenk:
eine glückliche Gegebenheit.

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Die Wahrheit wahrt vor allem eins: Abstand.

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Nichts zu lesen zu haben, ist immer schlimmer
als nichts zum Schreiben.

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Ob Schäfchenwolken oder Sterne:
Wir wollen am - und so auch im - Himmel etwas sehen.

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Aus einem Nähkästchen
kann man nicht plaudern,
ohne Sticheleien zutage zu fördern.

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Makler. Leute, mit denen man abgeschlossen hat.

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Dichten. Sich Empfindsamkeit zuschreiben.

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Die Berühmtheiten vergangener Tage
erinnern an bestimmte Sterne.
Sie leuchten noch, obwohl sie längst erloschen sind.

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Der Mensch ist nicht nichts.
Nur das All ist zu gewaltig.

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Keine Oberfläche,
unter der es nicht rumorte.

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Herbst! - Die Blätter fallen
aus den Büchern…

 


 

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Aphorismen-Notizen | Sammelband Aphorismen

 

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